Rheuma Ratgeber

Bewegungsapparat & Gelenke

Volkskrankheit Rheuma

Bereits in den Schriften des griechischen Arztes Hippokrates (460377 v. Chr.) findet man Beschreibungen von Rheuma. Das griechische Wort „Rheuma“ bedeutet Fließen oder Strömen. So wurden die rheumatischen Schmerzen wohl schon in der Antike als reißend und ziehend empfunden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rheuma?

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Heutzutage fasst die Medizin über 450 verschiedene Erkrankungen unter dem Begriff „Rheuma“ zusammen. Wenn Menschen von ihrem Rheuma sprechen, meinen sie meist Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und hier vorwiegend die rheumatoide Arthritis (RA). Die Wortendung „-itis“ steht in der Medizin immer für eine Entzündung.

Es handelt sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem bestimmte Substanzen des eigenen Körpers fälschlicherweise als fremd ansieht. Er leitet dann Abwehrreaktionen gegen den eigenen Organismus ein. Rheuma kann Menschen aller Altersklassen betreffen. In Deutschland geht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie von 1,5 Millionen Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen aus. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer.

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Eine Form von Rheuma: die rheumatoide Arthritis

Oft wird die rheumatoide Arthritis einfach mit RA abgekürzt. Manchmal wird sie Polyarthritis genannt. Es handelt sich bei der rheumatoiden Arthritis um chronische, oft in Schüben verlaufende Erkrankung des Binde-, Stütz- und Muskelgewebes, meist mit Entzündungen der Gelenkinnenhaut oder auch an gelenknahen Strukturen, wie es die Schleimbeutel sind. Es kann zur Zerstörung von Gelenkknorpeln und gelenknahen Knochen kommen. Typischerweise sind mehrere Gelenke, insbesondere an Hand- und Fingerknochen betroffen. Diese Autoimmunreaktion kann auch andere Gewebe schädigen und mit zahlreichen weiteren chronisch entzündlichen Erkrankungen einhergehen.

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Rheuma Ursachen

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Wodurch entsteht Rheuma?

Sie wird durch eine Autoimmunreaktion verursacht, bei der eine unnatürliche Abwehrreaktion die Gelenkknorpel angreift und schädigt. Dies führt zu Schwellungen und Entzündungen der Knorpel, was wiederum Rötungen, Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit hervorruft. Die genaue Ursache, warum das körpereigene Immunsystem das eigene gesunde Gewebe angreift, ist noch immer unbekannt und wird erforscht. Experten diskutieren verschiedene Gründe, z. B. eine genetische Veranlagung oder den Kontakt mit bestimmten Erregern. Manche ziehen eine vorangegangene Erkrankung mit dem Ebstein-Barr Virus in Betracht.

Auch Umweltfaktoren und der Lebensstil können eine Rolle bei der Entstehung der rheumatoiden Arthritis spielen. So haben beispielsweise Raucher ein höheres Risiko daran zu erkranken.

 

 

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Rheuma Symptome

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Symptome einer rheumatioden Arthritis

Die Beschwerden, die mit einer rheumatoiden Arthritis einhergehen, beginnen in der Regel schleichend und verschlimmern sich mit der Zeit. Das Leitsymptom der RA ist die Entzündung.

Gelenksteifigkeit und Schmerzen: sind oft die ersten Beschwerden, die Betroffene wahrnehmen, da sie meist am stärksten sind. Die Gelenke sind geschwollen, überwärmt, druckschmerzhaft und schmerzhaft bewegungseingeschränkt. Die Steifigkeit ist morgens oder nach einer Ruhepause schlimmer, sodass alltägliche Handgriffe wie das Öffnen einer Tür oder das Halten einer Bratpfanne schwierig werden. Charakteristisch ist, dass die Gelenke beider Körperhälften symmetrisch betroffen sind.

Appetitverlust: Manchmal kommt es vor, dass Menschen mit rheumatoider Arthritis ungewollt abnehmen, weil sie aufgrund der Gelenkschmerzen den Appetit verlieren oder Schwierigkeiten beim Halten des Besteckes haben.

Rheumatoide Arthritisausschläge: Gelegentlich kommen auch Hautausschläge vor, die zum Beispiel auf eine Entzündung der kleinen Kapillargefäße zurückgeführt werden können.

Augenprobleme: Eine Entzündung um die Augen ist bei Menschen mit rheumatoider Arthritis relativ häufig und kann verschiedene Symptome wie Rötung, Schmerzen und verschwommenes Sehen verursachen. Diese Entzündung kann manchmal zu ernsteren Problemen wie Grünem oder Grauem Star führen.

Müdigkeit: Viele Menschen mit rheumatoider Arthritis fühlen sich ständig müde. Diese kann durch Entzündungen im Körper und Schlafmangel aufgrund von Gelenkschmerzen verursacht werden.

Fieber: Bei manchen Menschen mit rheumatoider Arthritis tritt regelmäßig Fieber auf. Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Erkrankung einen akuten Schub durchläuft.

In schweren Fällen kann die rheumatoide Arthritis zu Gelenkverformungen und Organschäden führen.

 

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Frau mit Halsschmerzen
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Diagnose der rheumatischen Arthritis

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Wie wird Rheuma diagnostiziert?

Bereits im Anfangsstadium kann der Gaenslen-Handgriff einen ersten Hinweis auf die Diagnose der rheumatoiden Arthritis geben. Dabei werden Finger- und Zehengrundgelenke quer zusammengedrückt. Wenn das schmerzt, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine RA.

Die Diagnose wird hauptsächlich durch die Aufnahme der Krankengeschichte gestellt, den körperlichen Befund und bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT, CT, Ultraschall, Szintigraphie).

 

Wichtige Fragen zur Diagnosefindung sind:

  • Besteht Morgensteifigkeit der Gelenke von 30 Minuten und länger?
  • Bestehen symmetrische Schwellungen von Gelenken?
  • Bestehen arthritische Weichteilschwellungen von Gelenken?
  • Sind die Entzündungsparameter im Blut erhöht?
  • Ist der Rheumafaktor positiv?
  • Bestehen Rheumaknoten?

Die weitere Diagnostik mit speziellen Blutuntersuchungen führt dann der Rheumatologe durch.

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Zwischenteaser Dulcamara

Rheuma Behandlung

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Ganzheitliche Behandlung bei Rheuma

Wenn Sie die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis bekommen haben, ist das kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Denn es gibt eine Fülle an wirksamen Methoden, die sie für sich nutzen können.

Der schulmedizinische Weg setzt im Allgemeinen eine Therapie mit physikalischen und medikamentösen sowie operativen Behandlungen ein. Als Medikamente kommen in der Regel sogenannte Antirheumatika wie Ibuprofen und/oder Cortisol zum Einsatz. Diese bringen aber mitunter Nebenwirkungen mit sich.

 

Naturheilkundliche Therapien bei rheumatoider Arthritis

Grundsätzlich sollte immer ganzheitlich auf die Rheumaerkrankung geschaut werden, wenn man entzündliche und degenerative Prozesse dauerhaft verlangsamen will.

Neuraltherapie, Ordnungstherapie, Orthomolekulartherapie, Ausleitungsverfahren, Pflanzenheilkunde, Homöopathie und die Biochemie nach Dr. Schüssler haben einen festen Platz in der Behandlung der rheumatischen Arthritis. So können sie Schmerzen und Entzündungen lindern, die Gelenkbeweglichkeit verbessern, Schwere und Häufigkeit von Schüben verringern und insgesamt die Lebensqualität verbessern. Bestehende Gelenkverformungen können sie aber nicht mehr rückgängig machen.

Pflanzliche Arzneimittel können innerlich, äußerlich oder subkutan angewandt werden. Brennnessel, Giersch, Borretschsamen, Teufelskralle oder Weidenrinde gehören zu den effektivsten Pflanzen gegen rheumatische Beschwerden.

 

Lumbago-Gastreu® S R11 bei Rheuma

Die Homöopathie bietet gut wirksame und gleichzeitig nebenwirkungsarme Medikamente zur Linderung rheumatischer Beschwerden. Die homöopathischen Tropfen Lumbago-Gastreu® S R11 wirken schmerzlindernd bei rheumatischen Erkrankungen an Sehnen, Bändern und Gelenken sowie bei Rückenschmerzen. Sie enthalten eine Kombination aus weiteren 6 bewährten homöopathischen Wirkstoffen.

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung rheumatischer Schmerzen.

 

Wirkstoffe

 

Berberis vulgaris D4:

bei arthritischen Beschwerden und rheumatischen Schmerzen in Schultern, Armen, Hüften und Beinen, die häufig nach Art und Charakter wechseln. Die Schmerzen sind typischerweise in Ruhe als auch in Bewegung vorhanden.

Calcium phosphoricum D12:

rheumatische Schmerzen mit Steifheitsgefühl in der Lumbalgegend und den Gelenken, Empfindlichkeit gegenüber Nässe, Kälte, Luftzug und Wetterwechsel.

Causticum Hahnemanni D6:

rheumatische, arthritische und neuralgische Beschwerden, Steifheit der Gelenke, Schmerzen in Muskeln und Gelenken von reißendem und ziehendem Charakter.

Dulcamara D4:

rheumatische Gelenkentzündungen mit Schwellungen und Rötungen, Reißen und Ziehen in den Muskeln.

Rhododendron D4:

rheumatische Beschwerden mit Wetterfühligkeit, Rheuma der kleinen Gelenke.

Rhus toxicodendron D4:

Schmerzen in den Muskeln des Nackens, der Arme, der Beine und des Rückens, neuralgische Schmerzen in den Gliedern mit Taubheitsgefühlen und Kribbeln.

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Enthält 38 Vol.-% Alkohol.

Hinweis: Bei akuten Zuständen, die z. B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen, sowie bei anhaltenden, unklaren oder neu aufgetretenen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 

 

Zum Präparat
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Was kann ich bei Rheuma tun?

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Vorbeugung: Lebensstil bei Rheuma

Es gibt viele Lebensstilfaktoren, auf die sie einwirken können, um das Voranschreiten der RA günstig zu beeinflussen. Man hat festgestellt, dass Lebens- und Ernährungsgewohnheiten eine weitaus größere Rolle spielen als gedacht. Sie sollten beispielsweise mit dem Zigarettenrauchen aufhören. Rauchen hat die stärkste Evidenzbasis als veränderbares Lebensstilverhalten für ein erhöhtes RA-Risiko. Auch Übergewicht steht im Verdacht, das RA-Risiko zu erhöhen. Die Einnahme von Mikronährstoffen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln kann das RA-Risiko günstig beeinflussen.

Nahrungsergänzungsmittel bei Rheuma

Um eine Verbesserung der Beschwerden zu erreichen, ist der gezielte Einsatz von Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert: beispielsweise Vitamin C zur Unterstützung der Kollagenbildung, Vitamin E, Vitamin D + K2, Coenzym Q10, Zink, Selen, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, Enzyme (Bromelain, Papain), Organischen Schwefel (MSM), Chondroitin- und Glucosaminsulfat. Was für Sie passt, sollten Sie am besten mit Ihrem Therapeuten besprechen.

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Tipps bei Rheuma

  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Muskelaufbau schützt die Gelenke
  • Aktiver Gelenkschutz im Alltag, z. B. durch Tragen einer Bandage
  • Den Schmerz nicht missachten
  • Sich bewegen, ohne zu überlasten
  • Förderung von gutem Schlaf
  • Stress reduzieren, z. B. durch Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jakobson
  • Ausleitung und Entgiftung unter therapeutischer Anleitung
  • Gezielter Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln
  • Tätigkeiten ausüben, die „Glückshormone“ freisetzen, z. B. Musik hören, zeichnen, tanzen
  • Achtsamkeitstraining
  • Verhaltenstherapie
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Ernährung bei Rheuma

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Der Darm als Ursache von Rheuma?

Aus Studien weiß man, dass Betroffene von Rheumatoider Arthritis (RA) eine gestörte bakterielle Fehlbesiedlung des Darms aufweisen. Eine Sanierung der Darmschleimhaut führt sehr oft zu einer merklichen Verbesserung der Beschwerden.

 Viele Menschen mit Rheuma haben auch ein Problem mit ihrer Darmwand. Diese regelt normalerweise, welche Stoffe passieren und in den Blutkreislauf gelangen dürfen. Ist sie undicht – das nennen die Fachleute „Leaky Gut“- werden Stoffe dem Blutkreislauf zugeführt, die dort eigentlich nichts zu suchen haben.

Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert Darmbakterien, die die Darmbarriere stärken. Das erhöht den Schutz vor Entzündungsreaktionen, die sich beispielsweise in Gelenken zeigen können. Eine Forschergruppe vom Universitätsklinikum Erlangen schließt daraus, dass eine angepasste Ernährung einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf von rheumatoider Arthritis hat. (Deutscher Rheumatologiekongress 2021)

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Entzündungshemmende Ernährung bei Rheuma

Eine entgiftende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Ernährung können Sie am leichtesten umsetzen, indem Sie vermehrt basenbildendes grünes Gemüse, Sprossen, Obst, am besten Beeren, in den Speiseplan aufnehmen. Dabei eignen sich beispielsweise viele Kohlsorten, Staudensellerie, Endiviensalat, Rucola, Radicchio, außerdem Wildkräuter wie Löwenzahn, Giersch und Brennnesseln.

Insgesamt gesündere Ernährungsmuster wie höherer Fisch- und weniger Alkoholkonsum können das RA-Risiko verringern, während der Verzehr von Koffein und Zucker das Risiko für rheumatoide Arthritis erhöhen kann. Fleisch, Wurst- und Milchprodukten sollten sie stark reduzieren. Günstig ist die Zufuhr von entzündungshemmenden Omega-3 Fettsäuren am besten in aus maritimen Quellen in Ölform. Oft wird auch gelegentliches, therapeutisch begleitetes Heilfasten empfohlen.

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Artikel von

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Christine Vinzent

  • Heilpraktikerin
  • Medical Writer
  • BTA

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