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Handpotenzierung

Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel

Tinkturen, D- und C-Potenzen:

 

In der Homöopathie werden Arzneimittel angewendet, die durch ein bestimmtes Herstellungsverfahren, die Potenzierung, aus mineralischen, pflanzlichen oder tierischen Ausgangssubstanzen gewonnen werden. Die Ausgangssubstanzen werden nach den Vorschriften des homöopathischen Arzneibuchs (des HAB) zu sogenannten Urtinkturen aufbereitet, welche dann ihrerseits in Zehner-, bzw. Hunderter-Verdünnungsschritten zu  Dezimal-, sog. D-, bzw. Centesimal-, sog. C-Potenzen weiter verarbeitet werden. Dabei sind, orientiert an der Löslichkeit der Tinktur, zwei Verfahren möglich. Bei nicht löslichen Stoffen die Verreibung (Trituration), bei löslichen Stoffen die Verschüttelung.

 

Potenzierung ist immer Verdünnung, gefolgt von der Zuführung mechanischer Energie. Die Verdünnung erfolgt in Verhältnissen 1:10 (Dezimal-Potenzen) oder 1:100 (Centesimal-Potenzen). Beim Verreibungsvorgang nicht löslicher Ausgangssubstanzen werden also pro Stufe 1 Teil Ausgangsstoff mit 9 bzw. 99 Teilen Milchzucker (Lactose) durch Hand oder mit Hilfe einer Verreibungsmaschine einem zeitlich festgelegten Zerteilungs- und Mischungsvorgang unterworfen. Sind die Ausgangssubstanzen löslich, werden sie mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch vorgeschriebener Konzentration verdünnt und anschließend verschüttelt (potenziert).

 

Was bedeuten Buchstaben und Zahlen nach dem Namen des Arzneimittels (z.B. Arnika D6) ?

 

• Arnika: Name des Ausgangsstoffes
• D6 (Verdünnungsstufe): zur Herstellung dieser Potenzstufe werden zu einem Teil Arnika D5 noch neun Teile eines Alkohol-Wasser-Gemisches hinzugegeben. Durch die anschließende Verschüttelung (Potenzierung) dieses Flüssigkeitsgemischs erhält man nun das Arzneimittel Arnika D6. Diese Potenz dient wiederum als Ausgangsbasis für die D7, und so weiter.

 

Beim Potenzieren, diesem ausschließlich in der Homöopathie verwendeten Herstellungsschritt, verzichtet das Haus Dr. Reckeweg Bensheim nach wie vor ganz bewusst auf maschinelle Hilfsmittel. Denn die Verschüttelung von Hand nach dem Hahnemannschen Mehrglasverfahren hat Tradition: eine Tradition, die sich bewährt hat und die man deshalb bewahren wird.

 

 


 
 
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aktualisiert am 27.04.2010
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